Monique Sonnenschein – Traumreisen für Kinder

Monique Sonnenschein – Traumreisen für Kinder

Traumreisen von und mit Monique Sonnenschein

Transkript

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Das kleine Einhorn

Diese Traumreise ist Mathea und Vicky gewidmet. Sie sind beide fünf Jahre alt und haben sich eine Traumreise über Einhörner gewünscht. Mach es dir jetzt ganz gemütlich. Leg dich hin oder kuschle dich in deine Lieblingsdecke. Warm und weich. Vielleicht hast du auch ein Kuscheltier, welches du in deinen Armen halten möchtest. Wenn du soweit bist, dann kannst du langsam deine Augen schließen. du atmest tief ein und wieder aus und noch einmal einatmen und wieder ausatmen. Es ertönt ein leises Glöckchen Und schon im nächsten Moment beginnt es, um dich herum zu glitzern und zu leuchten. Der kleine freche Hase, Herr Möhrchen und ich, Monique Sonnenschein, sitzen neben dir. So viel Glitzer und Funkeln gibt es auch im Land der zauberhaften Einhörner, sage ich. Sollen wir schauen, ob wir dieses Land finden? fragt Herr Mörchen.du nickst. als auch schon eine Tür erscheint, die sich wie von Zauberhand alleine öffnet. Wir gehen hindurch und stehen auf einer weiten Wiese. Das grüne Gras ist weich unter unseren Füßen Und überall um uns herum blühen Blumen in den schönsten Farben. Rosa, lila, goldgelb, himmelblau und über allen liegt ein feiner, funkelnder Glitzerstaub, als hätte der Himmel selbst ein bisschen Zauber verloren. Und dann, dann entdecken wir sie die Einhörner. Manche von ihnen sind groß und manche klein. Einige sind schlank und manche sind kugelrund. Sie haben verschiedene Farben. Wir sehen weiße, sogar silberne und regenbogenfarbene. Ihre Mähnen, wehen seidig im Wind und ihre Hufe berühren den Boden fast lautlos. Ihr leises Schnauben klingt etwas wie zarte Musik. Alle sprechen, sie sprechen miteinander und sind fröhlich. Ui, seht ihr das auch? fragt Herr Möhrchen. Am Rand der Wiese steht etwas abseits ein kleines Einhorn. Sein Fell ist weich, aber sein Blick ist unsicher. Es schaut zu den anderen, doch seine Beine bleiben stehen. Sein Kopf neigt sich zum Boden. Und da entdecken wir, dass dort, wo die anderen ein glitzerndes Horn tragen, nichts ist. Langsam gehen wir näher und näher. Wir setzen uns ganz vorsichtig ins Gras zu dem kleinen Einhorn ohne Horn. Wir sehen dich, sage ich. Und du gehörst genauso zu den anderen, auch wenn du etwas anders aussiehst. Das kleine Einhorn atmete tief ein und antwortet schüchtern. Mir fehlt mein Einhorn und ohne es bin ich anders nicht so stark, nicht so besonders, nicht so zauberhaft. Ein leichter Wind streicht über die Wiese und alle Einhörner werden still. Sie kommen langsam näher, nicht fordernd, nicht drängend als aus ihren Einhörnern feiner Glitzer zu fließen beginnt. Warm, lichtvoll, einfach zauberhaft und schön. Sie teilen ihren Glitzer, lassen ihn behutsam vor das kleine Einhorn schweben und schenken es ihm. Der Glitzer legt sich funkelnd auf sein Fell und schimmert weich. Wir teilen gerne, wir teilen gerne mit dir. du bist ein Teil von uns und willkommen, sagte das wohl älteste der Einhörner. Ich lege die Hand auf die Brust des Einhorns dort, wo das Herz schlägt. Hör mir gut zu, denn dein Zauber war immer schon in dir, auch ohne Horn. Der Zauber war in deiner Freundlichkeit und in deinem Mut. Er war in deinem Herzen. Der Zauber war auch in deinem Wunsch, dazuzugehören. und miteinander zu sein. Die anderen Einhörner bilden einen großen Kreis, schützend und lassen genau in der Mitte Platz für das kleine Einhorn. Vorsichtig macht es einen Schritt nach vorne und dann noch einen. Das kleine Einhorn fühlt sich ein wenig stärker, ein wenig sicherer. Und jetzt ist es Zeit, dass wir alle an einen besonderen Ort gehen, sage ich. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg zu einem klaren, leise plätschernden Bach. Libellen tanzen über dem Wasser und jedes Einhorn darf etwas teilen. Ein Lächeln, einen Wunsch, einen liebevollen Blick. Das kleine Einhorn schaut ins Wasser und sieht sich selbst. So wie es ist ruhig, aufrecht und wunderschön auch ohne Horn. Es spürt, ich bin genug, ich gehöre dazu. Aus meinem Beutelchen hole ich etwas Zauberglitzer und werfe es über das kleine Einhorn. Rimba,Ramba, Zimba Zamba. Und im nächsten Moment beginnt ein Horn auf der Stirn des kleinen Einhorns zu wachsen. Das kleine Einhorn sieht sein Spiegelbild und beginnt vor Freude zu weinen. du weißt nun, die Schönheit und der Zauber beginnen in unseren Herzen. Wir schauen den Einhörnern noch lange nach, wie sie wiehernd über die Wiese galoppieren. Niemand ist zu schnell. Alle schauen aufeinander Und jeder nimmt Rücksicht auf den anderen. Etwas Glitzer der Einhörner bleibt zurück und umhüllt dich wie ein leichter Zaubermantel, der dich zurück in dein Bett trägt. du fühlst dich leicht, du atmest langsam und alles ist ruhig. Ich wünsche dir zauberhafte Träume.